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Die Kinderkrippe
„Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge
selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich
sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine
eigene geistige Entwicklung das Wichtigste ist.
Ein Kind, das durch selbständige Experimente etwas
erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen
als eines, dem die Lösung fertig geboten wird.“
Emmi Pikler
Aus: Friedliche Babys – zufriedene Mütter
Unsere Arbeit wird von den Erkenntnissen und Erfahrungen der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler geleitet. Auf Grundlage umfangreicher Studien hat sie belegt, dass das Kind Akteur seiner Entwicklung ist und die Bindungsqualität durch verlässliche Erwachsene bestimmt wird. Die von Emmi Pikler bereits 1930 aufgeführten Grundsätze wurden nun auch durch aktuelle Forschungen bestätigt: „Wir können mit einem Säugling von Geburt an kommunizieren, er ist in der Lage, seine motorischen Fähigkeiten selbst zu entwickeln und braucht beim Spiel nicht die Anregung eines Erwachsenen.“ (Pikler, Emmi: Lasst mir Zeit. Berlin 2008).
Auf Grundlage dieser Erkenntnis ist unser Ziel, die eigenständige Aktivität der Kinder wahrzunehmen, sich an ihr zu erfreuen und sie durch eine vorbereitete Umgebung zu fördern.
Bei der täglichen Pflege wie Wickeln, Anziehen, Waschen und Essen erfährt jedes Kind die ungeteilte Aufmerksamkeit der Erzieherinnen Das Kind erfährt: „Ich werde wahrgenommen und ernst genommen.“ (Pikler, Emmi: Lasst mir Zeit, Berlin 2008).
Um eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind und Erzieherin zu entwickeln, wird dem Kind Zeit zum Mitwirken und Kooperieren gegeben.