Bacabal

Seit 01.10.1983 eine Brücke von Laatzen nach Brasilien

 

 

  

  
 

Bacabal:

• Diözese im Umkreis von Bacabal (im Radius von ca. 150 km)
• Konvent der Franziskaner für Nordostbrasilien
• Stadt mit mehr als 300.000 Einwohnern

Hintergrund der Paten-/Partnerschaft waren die blutigen Landkonflikte und die katastrophale Dürre in der gesamten Nord-Ost-Region Brasiliens.
Neben der Partnerschaft wurde die "Nothilfe Nordostbrasilien e.V." zur Unterstützung für Witwen und Waisen gegründet.
Am Sonntag, dem 1. Oktober 1983, legte die Gemeinde von St. Oliver ein feierliches Versprechen ab. Wir überreichten Pater Gottfried einen Brief an die Brüder und Schwestern in Bacabal.

 

Urkunde zur Übernahme unserer Patenschaft:

Die Brüder und Schwestern von St. Oliver, St. Mathilde und St. Josef grüßen die Brüder und Schwestern von Bacabal und wünschen Frieden und Heil. Wir haben gehört, daß Ihr Not leidet, weil es zu wenig Wasser gibt. So haben wir beschlossen, Euch zu helfen, neue Brunnen zu graben. Wir haben gehört, daß Euch noch andere, wichtige Dinge zum Leben fehlen, die wir Euch schenken können. Wir erwarten von Euch umgekehrt Euer Gebet und Eure Anregungen, wie Ihr Euren christlichen Glauben lebt.
Brüder und Schwestern von Bacabal, ein großes Meer trennt uns räumlich. Jesus Christus ist uns aber zur Brücke geworden, die uns zu Euch und Euch zu uns führt.
Seid gegrüßt von den Brüdern und Schwestern aus Laatzen, St. Oliver.
Gruß und Segen.

 

 

Informationen zum Bacabal-Sonntag am 30.03.2008

Durch Ihre Spenden konnten wir seit 1983 insgesamt 120.194 € nach Bacabal überweisen.
Davon haben die Menschen dort 25 Brunnen im 70 km-Umkreis von Bacabal gebaut, zunächst Brunnen von ca. 4 - 5 m Tiefe, die die Trinkwasserversorgung in kleinen und mittleren Orten gewährleisteten oder verbesserten. 10 Maniok-Betriebe konnten mit dem zur Produktion in großen Mengen erforderlichen Wasser versorgt werden. Später wurden auch Tiefbrunnen gebaut, die aufgrund von absinkenden Grundwasserspiegeln und damit einhergehender Grundwasserversalzung erforderlich wurden. Durch ein Projekt der Männergemeinschaft wurde ein Brunnen in Veneza mit einer Tiefe von ca. 150 m finanziert und vor Ort durch Eigenleistung der Anwohner realisiert, wobei auch professionelle Unterstützung durch beratende Ingenieure erforderlich war. Der Tiefbrunnen gewährleistete die zentrale Wasserversorgung des gesamten Dorfes und ermöglichte in der Folge sogar ein Fischzucht-Projekt.
Außerdem konnten wir ein Katechetenseminar finanziell unterstützen. Der Unterstützungswunsch kam dabei aus Bacabal und war mit Basisgemeinden und in kirchlichen Verbänden organisierten Menschen besprochen worden.
Aktuell beteiligen wir uns am Aufbau von Landwirtschaftsschulen. Hier erfolgt einerseits eine schulische Ausbildung, andererseits werden den Menschen, die früher vom Wanderfeldbau gelebt haben, Informationen gegeben, wie sie die Ressourcen des Landes nachhaltig nutzen können. Dies ist notwendig, da durch eine permanente Bodennutzung, wie sie in Folge der Sesshaftigkeit entsteht, der tropische Boden schnell seine Nährstoffe verliert.
Mehrfach waren Besucher aus Brasilien bei uns zu Gast, die uns von den Verhältnissen in Bacabal berichteten. Im Gegenzug konnte das Ehepaar Schneider aus Laatzen bei Besuchen in Brasilien Eindrücke sammeln und bei Begegnungen mit unseren Schwestern und Brüdern das Leben in Bacabal kennen lernen und unsere Gemeinde darüber informieren.

Im Downloadbereich kann die Grafik des Verlaufs der Überweisungen seit 1983 nach Bacabal als PDF-Datei angesehen bzw. heruntergeladen werden.

Informationen zum Bacabal-Sonntag am 25.05.2008

-Bacabal in Maranhão, im ärmsten Bundesstaat Brasiliens
-arbeitslos oder ein Einkommen in Höhe des Mindestlohns
-Elendssituation, soziale Ungleichheit und Hunger
-fehlende Kleinkinderbetreuung, Kindergärten, Vorschulen, Schulen,
-Kinderarbeit und Straßenkinder

Wir berichteten im Monat April im Detail über die aktuelle Situation.

Angesichts dieser Armutswirklichkeit versucht die Kirche, nach ihren Möglichkeiten, der Situation zu begegnen – auch wenn das immer noch bruchstückhaft ist. Im Jahr 2000 begann die Ordensschwester der „Schulschwester Mariens“, Schwester Carmen, mit Hilfe von Spenden aus Deutschland ein organisiertes Projekt im Stadtteil Pantanal „Projekt Mutter Theresa“ in einer der ärmsten Regionen der Stadt. An drei Wochentagen nahm sie etwa 50 Kinder auf, bot ihnen Essen, Schulbildung und Spiele. Einen Tag in der Woche bot sie Heranwachsenden und Müttern Kurse für Handarbeit, Stoffmalerei und Häkeln – all das zwischen 8:00 und 10.00 Uhr vormittags.

Mit dem Kommen von Dom Armando, dem neuen Diözesanbischof, und einigen Ordensschwestern der Kongregation „Dienerinnen der barmherzigen Liebe“, die bereit waren, im Projekt zu helfen, kam der Wunsch auf, das im Stadtteil Pantanal schon existierende Projekt zu verstärken. Das Ziel ist, mehr Kindern sicher und fortschreitend zu helfen.

Ein neues Projekt möchte die Kinder in ihrer gesamten Entwicklung begleiten bis sie mit einer späteren Berufsausbildung in die Gesellschaft entlassen werden können.

Informationen zum Bacabal-Sonntag am 15.06.2008

Die Partner-/Patenschaft mit Bacabal in Maranhão, im ärmsten Bundesstaat Brasiliens besteht in diesem Herbst 25 Jahre.

Wir berichteten in den vergangenen Monaten über die aktuelle Situation und ein neues Projekt.

Dieses Projekt HOFFNUNG möchte Kinder, Heranwachsende und Jugendliche schrittweise in ihren Entwicklungsphasen begleiten, und zwar im körperlichen, intellektuellen, sozialen, ethischen und religiösen Aspekt – bis zur sicheren Einbindung in die Gesellschaft. Es geht um die Schaffung von Strukturen, wo es jeden Tag entsprechendes Essen und ärztliche Begleitung gibt, Anleitung und Praxis der persönlichen Hygiene, Schulbildung und Nachhilfe, Lernen, wie man in der gegebenen Gesellschaft lebt, Bildung in zivilen und moralischen Fragen. Aber vor allem geht es um einen sicheren Bereich des Lernens, während die allein erziehenden Mütter arbeiten müssen.

In der ersten von drei Projektphasen ist der Bau eines Kindergartens vorgesehen, um 120 Kinder im Vorschulalter (1-6 Jahre) aufzunehmen, und zwar in einer Art Teilzeitinternat.

Die Kinder hätten so eine ganzheitliche Begleitung (Schulspeisung, zahnärztliche Assistenz, günstige Atmosphäre, Freizeit- und Spielbereich sowie Hineinwachsen in die Gesellschaft, …). Dies alles würde den Müttern erlauben, das Haus aus Arbeitgründen zu verlassen, indem sie ihre Kinder sicher aufgehoben wissen.

An diesem Projekt wollen wir uns beteiligen und werden im September in einer Auftaktveranstaltung zusammen mit der Männergemeinschaft die Gemeinde informieren.

 

Downloads

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Brief von Pater Gottfried 75 KB
Bacabal-Bilanz 53 KB
Überweisungen nach Bacabal seit 1983 54 KB
Bacabal: Aktuelle Situation April 2008 60 KB
Bacabal: Aktuelle Situation Mai 2008 62 KB
Bacabal: Aktuelle Situation Juni 2008 62 KB
Aktuelle Informationen zum Kindergartenbau 93 KB
Spendenbarometer Bacabal Stand 31.08.2010 111 KB
Brief von Bruder Augustinus zur Kindergarteneinweihung 03.09.2010 429 KB